Mein Neues Inselbuch

Zwei Frauen erzählen von dem reich mit Abenteuern, aber auch immer wieder mit beglückenden Erlebnissen gespickten Inselalltag. Schöne Fotos, Tagebuch, Wetter, Wandern, Pflanzen, Feste, Sehenswürdigkeiten, Tourismus, Landleben, Kochrezepte, Grillplätze, Sport und unwahrscheinliche, wahre Geschichten aus dem täglichen Leben.

Das Buch beginnt 1979, als wir beide - Mutter und Tochter - völlig inselunerfahren auf La Palma landeten, wo es zu jener Zeit an Essbarem nur das gab, was die Einheimischen anbauten und auch assen wie Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, weisse Bohnen; ein kleines Schwein hatte jeder im Fässchen eingesalzen, so dass auch kein Fleischangebot zu finden war, ja nicht einmal ein Schlachter. Und wir assen ganz gerne was Gutes. Da blieb uns nichts anderes übrig, als alles selbst zu machen, und wir gingen mit Schwung an diese völlig neue Herausforderung. Es machte uns ausserdem Freude, und wir fanden, das passte irgendwie zu dieser abgelegenen und seinerzeit noch recht 'unerschlossenen' Insel und zu unserem neuen, einfachen Leben hier. Wir hatten keinen Strom, Wasser nur mit grossen Umständen, keinen Mann im Haus, dafür aber Obst und Gemüse im Überfluss, die Haus- und Nutztiere vermehrten sich einfach ausserhalb unserer Kontrolle, mit einmal hatten wir 35 Viecher; das tägliche, für uns noch sehr befremdliche Leben brachte unvorhergesehene Probleme, aber auch nie geahnte wunderbare Überraschungen, so dass ein Buch über unser Leben hier gar nicht zu vermeiden war. Die interessantesten Plätze und Sehenswürdigkeiten der Insel werden in Text und Fotos vorgestellt. Mein neues Inselbuch dient Ihnen dann gleich auch als Reiseführer.

Klima??? Ganz gut .

 

Von den etwa 95 wahren Alltagsgeschichten, die zu einem richtigen Erlebnisbuch führen, bringe ich die kürzeste:

  M ä n n e r --- 

Es war ein älterer, der mich anrief.

Das Gespräch war kurz, aber nicht etwa bündig. Nein, überhaupt nicht. Man merkte von Anfang an, dass es am rechten Kontakt fehlte. Er klang enttäuscht-verärgert-frustriert: "Warum sind Sie denn nicht gekommen? Ich habe über eine Stunde gewartet."

"Wohin sollte ich denn kommen?" 

"Natürlich in das Café, wo wir verabredet waren." 

"Ich kann mich nicht besinnen ..." 

"Aber, meine Beste, das gibt es doch wohl nicht. Am Morgen lernen Sie einen Mann am Strand kennen, und bis zum Nachmittag haben Sie schon vergessen, dass Sie mit ihm verabredet sind?" 

"Ich war aber mit niemand verabredet." 

"Ach, und Sie waren auch nicht am Strand?" 

"Nein. Wen wollen Sie denn überhaupt sprechen?" 

"Frau Dahlke." 

"Na, dann rufen Sie sie doch mal an, denn jetzt sprechen Sie mit Frau Dähncke." 

"Ich weiss ja ihre Nummer nicht."